Graffiti – aber schön

Oft genug musste man sich im Nottreppenhaus über die beschmierten Wände ärgern.
Ja, klar, oft wurde das Treppenhaus nicht benutzt, warum auch, so lange die Aufzüge in Ordnung sind. Trotzdem waren die beschmierten Wände ein ewiges Ärgernis, bis die ersten Etagen 2016 von einem Jugendprojekt der Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH mit professionellen Graffitis verschönert wurden.

dsc_0784Bild: R. Felkeneyer

Nun hoffen der Mieterbeirat und die Bewohner des Hochhauses Pieskower Weg 52 darauf, dass das Projekt 2017 weitergeführt werden kann und weitere Etagen durch freundliche Motive verschönert werden.

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Bilder: Tina Merkau

 

ISEK, Neubau, Umgestaltung

Inzwischen fand die nächste „Experten_innen-Runde“ statt und es wurden Ergebnisse präsentiert. Interessant war, dass einige der Maßnahmen als „Sofortmaßnahmen“ gekennzeichnet waren, was aber nicht dazu verleiten sollte mit ihrer Umsetzung in relativ kurzer Zeit zu rechnen.
Einzig die Sanierung eines Bolzplatzes im Mühlenviertel wird vorfinanziert und noch  vor Ende des Projektes begonnen, wahrscheinlich im Sommer 2017.
Das Förderprogramm Stadtumbau hat einen Verfügungsfond für kleinteilige Sofortmaßnahmen, der dafür in Anspruch genommen werden kann.

Die Frage nach dem Zeithorizont für die Umsetzung der Maßnahmen und ob die Finanzierung vom geplanten Neubauvorhaben an der Michelangelostr. abhängig sei, wurde nicht direkt beantwortet. Die Senatsverwaltung hat derzeit 17 Stadtumbaukonzepte beauftragt (ISEK = integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept), die alle mit geplanten Neubaumaßnahmen verknüpft sind.
Da die BVV Pankow aber das bisherige Baukonzept gekippt hat und das BA Pankow den Auftrag erhielt, dieses neu zu bewerten, bleibt unklar ob auch dann Gelder fließen, wenn Pankow sich gegen die Bebauungsverdichtung entscheidet.
Anderenfalls werden alle Maßnahmen des ISEK nun in die Ausschüsse gegeben, dann in die Prioritätenbewertung der Senatsverwaltung und gegebenenfalls erfolgt zum Herbst die Finanzmittelfreigabe.
Anschließend müssen die Maßnahmen ausgeschrieben werden, so dass vor dem Sommer 2018 nicht damit zu rechnen ist, dass irgendeine der Maßnahmen umgesetzt wird.
Nun ja, die Grundinstandsetzung des Quartierspavillons ist bereits mit 525.000 Euro fest bewertet.

Die Gestaltung der Fußwege im gesamten Viertel ist notwendig, 20% mit Abbruch und Neubau inklusive Unterbau, 60% mit einer Reparatur des Wegebelags.
Die Beleuchtung der bisher nicht beleuchteten Wege ist nicht vorgesehen, da das Haushaltsrecht eine Beleuchtung in Grünanlagen nicht erlaubt, lediglich die Instandhaltung und Verbesserung bestehender Beleuchtungen wäre möglich.

Um die Michelangelostr. – wie geplant – zu bebauen müssten die gesamten Abwasserkanäle erneuert und die Brauchwasserentsorgung von der Regenwasserentsorgung getrennt werden, da die vorhandenen Mischwasserkanäle ausgelastet sind.
Die Genossenschaft Zenrum, der ein Teil der Grundstücke gehört, erklärte bereits, dass ihre finanziellen Kapazitäten für die geplante Neubebauung nicht zur Verfügung stünden, die finanziellen Mittel werden zur Instandhaltung und zum mobilitätsgerechten Umbau der Bestandswohnungen benötigt.

Im April wird es eine abschließende Veranstaltung zum ISEk geben.

40 Jahre Mühlenviertel

Nun steht der Termin fest, am 14. Juli 2017 soll das Kiezfest anlässlich des 40. Jahrestages stattfinden.
Die Vorbereitungen laufen, Sponsoren werden angesprochen, Mitmacher ebenso. Wen kann man, wen soll man als Gäste einladen?
Marktstände am großen Fußweg, der das Viertel von West nach Ost durchzieht, also von der Greifswalder Str. in Richtung Kniprodestr. Dazu eine Bühne für verschiedene Darbietungen.

Im Quartierspavillon soll eine Bilderausstellung das Gebiet zeigen, wie es vor 1977 aussah, und wenn alles klappt soll auch die Planung des ISEK dort noch einmal vorgestellt werden.
Ideen gibt es genug, der gute Wille ist da bei allen Beteiligten, nun geht es an Detailplanung und Umsetzung.

Gesucht werden jetzt Bilder, die das Viertel vor 1977 zeigen, mit den damals vorhandenen Kleingärten und der Gaststätte „Zur Mühle“.
Wer Bilder aus dieser Zeit besitzt und sie zur Verfügung stellen möchte, sollte sich beim Mieterbeirat der Gewobag melden oder sie in einem Umschlag in den Briefkasten des Mieterbeirats in der Hanns-Eisler-Str. 2 werfen.
Nach dem Fest bekommt jeder seine Schätzchen zurück und wir überlegen gerade noch, wie wir uns dafür bedanken können.

Und natürlich ist jeder, der bei der Organisation und Durchführung helfen möchte willkommen, die nächste Runde im Mühlenkiezverbund findet am 8. Februar ab 18 Uhr im Quartierspavillon (Thomas-Mann-Str. 37) statt.

Schwimmhalle wiedereröffnet

Die Berliner Abendschau hat es bereits verkündet, ab 9. Januar kann die Schwimmhalle an der Thomas-Mann-Str. wieder genutzt werden.
Und Pankow hat es tatsächlich realisiert, was lange in der BVV diskutiert wurde – Frühschwimmen für die Öffentlichkeit.
Während ab 08.00 Uhr die Halle den Schulen und Vereinen zur Verfügung steht, können von 06.30 – 08.00 Uhr von Montag bis Donnerstag nun auch Frühaufsteher 45 Minuten lang ihre Bahnen drehen.
Es bleibt abzuwarten wie viele Anwohner die Gelegenheit nutzen.
Das Interesse war bei allen entsprechenden Veranstaltungen und Diskussionen groß, wie viele aber tatsächlich die Gelegenheit wahrnehmen werden ist noch ungewiss.

Wir hoffen, dass es so viele Besucher sein werden, dass sich diese Frühschwimmzeit für die Bäderbetriebe rechnet und uns erhalten bleibt.
3,50 Euro kostet der Eintritt, bis spätestens 07.00 Uhr sollte man da sein.

Kurze Ergänzung:
Am ersten Öffnungstag, also dem 9. Januar 2017, wurde das Frühschwimmen von 17 Personen genutzt.

Sicherheit und Kiezfest

So, der fette Weihnachtsbraten liegt noch schwer im Magen, sofern Sie nicht zu den Vernünftigen gehören, die einfach auf die Feiertagsschlemmerei verzichtet haben.
Die Ess-Sünden zu Weihnachten gehören aber auch zu unserer Kultur, also bitte kein schlechtes Gewissen.

Nun zu den großen Themen, die die Anwohner des Mühlenviertels interessieren.
Mit der Polizei vom Abschnitt 16 sprachen wir über die Kriminalität in unserem Bereich, dabei erfuhren wir Erfreuliches:
Kaum Einbrüche in Wohnungen, in zwei Fällen wurde im Hochparterre über ein angekipptes Fenster eingestiegen. Da können wir nur an die Aufmerksamkeit aller Mieter plädieren, beim Verlassen der Wohnung die Fenster zu schließen.
Taschendiebstähle gibt es kaum, auch das Einkaufscenter an der Greifswalder Str. ist sicher davor. Körperverletzungen gab es nur im Bereich der Schulen bei Rangeleien unter Schülern, Fußgänger und Anwohner sind sicher in den Grünanlagen und Wohngebietsstraßen.
Autodiebstähle gibt es, in einem Maß wie überall in der Stadt, auch Fahrräder werden gerne gestohlen, besonders wenn sie nicht an ortsfesten Gegenständen angeschlossen sind. Die Quote entspricht dem Berliner Durchschnitt, besonders in der Nähe des S-Bahnhofs werden sie gerne entwendet, weil die Täter davon ausgehen, dass die Besitzer dort angeschlossener Fahrräder mit der S-Bahn ein weiter entferntes Ziel angefahren haben und sich nicht in der Nähe aufhalten.
Also ein erfreulicher Bericht der Polizei, der hoffentlich auch das subjektive Sicherheitsgefühl positiv beeinflusst.

Natürlich gehören zum (subjektiven) Sicherheitsgefühl noch andere Faktoren, gut beleuchtete Wege im Viertel, gut einsehbares Gelände, keine Abfallberge in den Grünanlagen. Das sind Dinge, an denen wir im Rahmen des ISEK arbeiten, dadurch dass wir die Entscheidungsträger im Bezirk immer wieder daran erinnern. Wann sie in unserem Sinne entscheiden können wir allerdings nicht beeinflussen, das ist der Wermutstropfen.

Nun ein anderes Thema, große Teile des Mühlenviertels werden 2017 ein Jubiläum feiern können, da 1977 ein erheblicher Teil der Häuser den Erstbezug erlebte – also 40 Jahre Mühlenviertel anstehen.
Ein Kiezfest soll aus diesem Anlass stattfinden, Ende Juni bis Mitte Juli stehen zur Diskussion, der 23.06. und der 14.07. sind die alternativen Termine, also vor Beginn der großen Ferien.
Sobald der Termin feststeht werden Sie das hier lesen können.

Anläßlich des Festes suchen wir Bilder aus den Jahren 1977 bis heute, vorwiegend aber bis 1990, die dann ausgestellt werden könnten.
Wer also bereits lange hier wohnt und Bilder der Umgebung gemacht hat und auch bereit ist, diese für eine Ausstellung zur Verfügung zu stellen, der möge sich  bei uns melden.
Wir scannen die Bilder ein und lassen davon Abzüge herstellen, sofern Sie noch die zugehörigen Negative besitzen, nehmen wir die gerne für die Digitalisierung.

Weihnachten naht

Ein weiteres Jahr geht zu Ende, und Weihnachten war immer die Zeit der Besinnlichkeit und des Rückblicks auf das Erreichte.
Ja, ich weiß, dass es noch 14 Tage dauert bis wir wieder einmal Santa Claus oder den Weihnachtsmann begrüßen dürfen – auch wenn er sich dann als Onkel Herbert oder ein studentischer Knecht Rupprecht herausstellt.

Aus Mietersicht betrachtet, hat das Jahr wieder ein paar neue Erfahrungen gebracht, Berlin hat eine neue Landesregierung und wir hoffen einfach mal, dass Katrin Lompscher als neue Senatorin für Mieten und Wohnen den Wünschen und Interessen der Berliner Mieter aufgeschlossen gegenübersteht.

Nach dem Geheul der Immobilienwirtschaft kann man das getrost hoffen, bleibt abzuwarten wie die Zusammenarbeit mit den neuen Mieterräten der 6 kommunalen Wohnungsbaugesellschaften sich entwickelt.

Und „bei uns“ im Hochhaus Pieskower Weg wird ein Schandfleck beseitigt, das zugeschmierte Treppenhaus wird durch künstlerische Graffitis verschönert. Bleibt zu hoffen, dass die schönen neuen Sprühereien uns lange erhalten bleiben.

Auch 2017 werden wir intensiv an der Vernetzung der Mietervertreter arbeiten, also die Kontakte zu den anderen Mieterbeiräten pflegen, ebenso zu den Mieterräten aller Gesellschaften und nicht zuletzt zu Mietervereinen und -initiativen.

In diesem Sinne ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr

Ihr Mieterbeirat Mühlenviertel