Willkommen

regenbogen0039Auf diesen Seiten möchte der Mieterbeirat die Mieter der Gewobag im Viertel zwischen Greifswalder Str., Michelangelostr., Kniprodestr. und Storkower Str. über seine Tätigkeit und über aktuelle Neuigkeiten informieren

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Mieterhöhungen

Das kennen wir alle, sofern wir „zur Miete“ wohnen, und das sind immerhin rund 80% der Berliner.
Die Miete steigt mal wieder, ob das ausgerechnet vor Weihnachten sein muss, sei dahingestellt, und natürlich findet kein Mieter das gut.

Alle Preise steigen, daran haben wir uns gewöhnt, auch die Miete für die eigene Wohnung macht keine Ausnahme. Die Frage, warum eine „Sache“ (Mietsache) teurer wird, obwohl sie gleichzeitig immer älter wird, kann nicht logisch beantwortet werden.
Hier im Mühlenviertel haben wir zweimal Glück, verglichen mit anderen Mietern in der Stadt. Zum einen sind die Mieten und Mieterhöhungen bei den landeseigenen Wohnungsunternehmen moderat, zum anderen zählen die Wohnhäuser hier zur „einfachen Wohnlage“.
Aber auf einige Dinge muss man dennoch achten, so gibt es im Mietspiegel – auch im aktuellen von 2017 – eine Preisspanne in jedem Feld, die je nach Ausstattung der Wohnung oder weiteren Merkmalen abweichen kann vom Mittelwert.
Die Häuser Hanns-Eisler-Str. 2 und 4 sowie der Wohnblock Thomas-Mann-Str. 2 – 12 wurden Mitte der 90er Jahre von der WiP modernisiert. Da die Modernisierungsumlage nicht erhoben wurde, sind nun die Wohnungen höherwertig, was zu einer Nettokaltmiete führt, die zwischen Mittelwert und oberem Wert im Mietspiegelfeld liegt.
Merkmale wie „Überwiegend Wärmeschutzverglasung oder Schallschutzfenster“, „Zusätzliche Einbruchsicherung für die Wohnungstür“, „Abschließbarer leicht zugänglicher Fahrradabstellraum innerhalb des Gebäudes“ oder „Zusätzliche in angemessenem Umfang nutzbare Räume außerhalb der Wohnung in fußläufiger Entfernung“ führen zu einer Aufwertung der Wohnung und damit einer höheren Miete.
Auch die „Wärmedämmung zusätzlich zur vorhandenen Bausubstanz“ gehört zu den wohnwertsteigernden Merkmalen, und damit zu einer Einordnung, die bis zum Oberwert im Mietspiegelfeld reichen kann.
Das bedeutet, dass die Nettokaltmiete je nach Wohnungsgröße hier im Viertel 7,63 Euro, 6,67 Euro oder 5,71 Euro je m² erreichen kann (Felder A6, D6 oder G6).

Den Mietspiegel mit allen Erklärungen zum Download (als PDF-Datei) erhalten Sie hier.

Kontrollieren Sie Ihr Mieterhöhungsbegehren der Gewobag daraufhin, und denken Sie daran, dass jede Mieterhöhung zustimmungspflichtig ist. Anderenfalls muss der Vermieter auf Zustimmung klagen, das kann für die Mieter teuer werden, wenn das Gericht die Mieterhöhung für zulässig hält. Vergessen Sie also nicht Ihre Zustimmung zu unterschreiben und zurückzusenden – es sei denn, es gibt juristisch belegbare Gründe für einen Widerspruch.

 

Nachbetrachtung zum Kiezfest

40 Jahre Mühlenviertel

Da freut man sich, wenn man die Ausgabe 3/2017 des „BerlinerLeben“ aufschlägt, doch nach dem Lesen des Artikels sieht es schon anders aus.
Ja, das Mühlenviertel ist 40 Jahre alt geworden, wenn man die Wohnungsbauinitiative der 70er Jahre und die Fertigstellung der großen Wohnhäuser 1977 als „Gründung“ sieht.
Doch findet man kein Wort über die Mieter des Viertels, der älteste Bewohner wird nicht erwähnt (er ist ja auch kein Gewobag-Mieter), der Hinweis auf den Gedenkstein im Viertel für seinen Vater Wilhelm Blank fehlt ebenso (für den u.a. die Gewobag eine Pflegepatenschaft auf dem Fest übernahm).

Kurz kann man lesen, dass über 40 Akteure am Fest beteiligt waren, aber darüber, dass das Fest gut besucht wurde und auch gut angenommen von den Anwohnern findet man dagegen – nichts.

Ja, der Regierende Bürgermeister war da, der Bezirksbürgermeister ebenso, und auch die Vorstände von Gewobag und Genossenschaft Zentrum, also die „Stelzenläufer“ – schön zu wissen.

Doch die Bewohner des Viertels kommen nicht „zu Wort“, viele wohnen seit 40 Jahren hier, gehören zum Erstbezug der Häuser an der Thomas-Mann-Str., der Hanns-Eisler-Str. oder dem Pieskower Weg.
Weitgehend zufrieden sind sie, das Viertel enthält umfangreiche Grünanlagen (die leider vom Straßen- und Grünflächenamt nicht gepflegt werden und deshalb verwahrlosen), ein Nachbarschaftsverbund versucht verschiedene Aktivitäten zu organisieren, so z.B. auch das genannte Kiezfest und halbjährliche Putzaktionen in den Grünanlagen, und der Zusammenhalt der Altmieter funktioniert noch, was nicht zuletzt Institutionen wie der Volkssolidarität zu verdanken ist.

Der Mieterbeirat des Viertels hat wenige Beschwerden der Gewobag-Mieter zu bearbeiten, auch wenn natürlich nicht alles so ist wie es sein könnte.

Die Chance, ein wenig mehr über das Viertel zu berichten wurde mit dem Artikel vertan, obwohl die stellvertretende Pressesprecherin anwesend war und mit dem Mieterbeirat gemeinsam das Fest moderierte.

Wie sagte mein Deutschlehrer in der Schule? „Thema verfehlt“

Genau so sehen wir das auch

Mieterbeirat Mühlenviertel

>> Diesen Brief schickten wir als Mieterbeirat an die Gewobag, da uns der Artikel nicht wirklich gefallen hat.
Gerne können Sie uns Ihren Kommentar oder Ihre Meinung dazu mitteilen, entweder hier per Kontaktformular oder per Email an   mb@berlin10409.de

Videoüberwachung

Ein kniffliges, sehr konträr diskutiertes Thema ist die Videoüberwachung von Hauseingängen und Aufzügen.
Der Grund, überhaupt darüber zu reden ist schnell genannt:
Sachbeschädigungen, teils durch Graffiti, und wilde Müllentsorgung sowie Vermüllung von Hauszugängen und Grünanlagen.

Verständlich, dass das viele Mieter ärgert. Nicht, weil die Müllentsorgungskosten auf alle Mieter umgelegt werden (die Beträge sind kaum nennenswert), sondern weil die Wohnqualität und die Wohlfühlatmosphäre darunter leiden.
Vermüllte Anlagen wirken verwahrlost und unsicher, saubere Grünanlagen werden als sicherer empfunden.

Und natürlich möchte man die Verursacher kennen, zur Kasse bitten für die Schäden bzw. die Sperrmüllabfuhr, letztendlich auch eine Möglichkeit haben ihnen die Wohnung zu kündigen im Wiederholungsfall.

Auf der anderen Seite steht das unangenehme Gefühl „beobachtet“ zu werden, nicht mehr frei agieren zu können.
Also müssen genau definierte Rechte geschaffen werden, die es niemandem erlauben anlasslos Videoaufnahmen einzusehen. Dass das geht, sehen wir z.B. bei den Verkehrsbetrieben, dort werden Videoaufnahmen für 72 Stunden gespeichert, dann werden sie gelöscht und überschrieben, sofern keine Straftat vorlag und die Polizei die Aufnahmen zur Aufklärung angefordert hat.
Einfache Mitarbeiter haben keine Gelegenheit, aus Lust und Laune die Aufnahmen anzusehen.

Im Märkischen Viertel macht es die Gesobau vor, seit mehreren Jahren werden dort bereits Wohnhäuser schwerpunktmäßig überwacht mit Videokameras, die rechtlichen Voraussetzungen sind geklärt, so dass die Persönlichkeitsrechte der Mieter geschützt bleiben.

Es ist auch klar, dass viele Straftaten durch Videoüberwachung nicht verhindert werden, aber die Aufklärung und Ermittlung der Täter sowie gerichtsfeste Beweise für die Taten können durch Videoaufzeichnungen erbracht werden.
Deshalb befürworten wir auch bei uns im Mühlenviertel die Installation von Videokameras, vorrangig in den Hochhausblöcken.

Und natürlich interessiert uns auch Ihre Meinung

Michelangelostraße – mal wieder

Eigentlich war uns klar, dass das Bauvorhaben – eines von 11 Gebieten in Berlin – uns vorläufig nicht in Ruhe lässt.
Nach den Planungen, Workshops und „Expertenrunden“ im Bezirksamt, hat nun der Stadtrat Vollrad Kuhn die Federführung übernommen.
„Bürgerbeteiligung“ heisst bei ihm, dass er eine Anzahl von Bürgervertretern auswählt, die den Runden beiwohnen dürfen. Eine interessante Variation eines „runden Tisches“, der die meisten Interessierten von der Teilnahme ausschliesst.

Neues gibt es indes nicht, die Planungen für „bis zu 1500“ Wohnungen sind noch immer dieselben, obwohl nicht klar ist, ob die Grundstücke der WBG Zentrum überhaupt bebaut werden können.
Die Infrastruktur ist ebenso unklar, soll es eine Straßenbahnstrecke über die Ostseestr. zur Michelangelostr. geben und muss ein neuer Mischwasserkanal für die neuen Wohnhäuser gebaut werden?
Und wieso sind eigentlich die 2 neuen Sporthallen bereits an der Kniprodestr. gebaut worden, obwohl sie doch im Planungsvorhaben an anderer Stelle vorgesehen waren?

Einzig der Zeithorizont verschiebt sich weiter nach hinten, war ursprünglich die Rede davon, dass 2019 der erste Spatenstich erfolgen soll, so spricht man nun von „10 bis 15 Jahren“ bis zum Beginn des Bauvorhabens, also ist wohl eher 2030 der aktuelle Termin.
Übrigens geht es den meisten anderen Planungen nicht besser, viele Hindernisse, bisweilen in Form von Bürgerinitiativen oder -protesten, aber auch als fehlende Baugenehmigungen, machen den Beginn der Neubaukampagne schwieriger als angekündigt.

Personalmangel in den Ämtern (selbst geschaffen in der vorigen Legislaturperiode) macht die vollmundigen Ankündigungen von Andreas Geisel zur Farce.
Dazu kommen die Überlegungen

  • wo sollen wir bauen
  • wie groß sollen die Wohnungen werden
  • wie hoch dürfen die Häuser sein
  • wer soll bauen
  • wie viele Wohnungen brauchen wir überhaupt

Am leichtesten ist es natürlich in einer Koalition, dem jeweiligen Koalitionspartner die Schuld zuzuschieben, besonders wenn man (also die SPD) das Ressort „Stadtentwicklung und Wohnen“ gerade an die Linken verloren hat.
Ergo: Wer ist Schuld? Die neue Senatorinverkauft sich gut und lenkt vom eigenen Versagen ab.

Eine bewährte Methode, denn die SPD hat bisher auch im Bund nichts bewegt, und es sind teilweise Bundesgesetze, die einen preiswerten Neubau verhindern.

Doch nun zurück zur Michelangelostr., es gibt also Aufschub für alle Gegener der Bebauungsverdichtung, was gleichzeitig bedeutet, dass die Mietpreise in Berlin auf Grund der Wohnungsknappheit weiter steigen werden.

Wie geht es weiter?

Das Kiezfest anläßlich des 40. Jahrestages des Wohnviertels liegt hinter uns, es war ein erfolgreiches Fest mit vielen Beteiligten und ebenso sehr vielen Besuchern.
Natürlich haben wir uns darüber gefreut, die langen Planungsphasen und Vorbereitungen haben sich  gelohnt. Manch einer stellte allerdings fest, dass das Fest doch sehr politlastig war, besonders die SPD nutzte es auch für ihre Wahlwerbung – was eigentlich so nicht vorgesehen war.
Letztlich trug genau das aber auch dazu bei, dass der Regierende Bürgermeister Michael Müller das Fest besuchte und ihm damit einen hohen Stellenwert gab.

Offen bleibt die Frage, ob wir 2018 wieder ein Kiezfest veranstalten wollen.
Der Wille ist da, aber die Finanzierung muss vorab geklärt werden, denn ein Fest dieser Art bekommt man nicht kostenlos. Wer das glaubt, befindet sich leider im Irrtum.
Wenn es Sponsoren gibt und sich die beiden Wohnungsunternehmen daran beteiligen, werden wir auch im nächsten Jahr versuchen ein Fest im Quartier zu veranstalten.

Die Finanzierung des ISEK Greifswalder Str. (ISEK = integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept) muss nun im Herbst geklärt werden, die BVV Pankow hat die Planungen genehmigt.

Der Zusammenhang mit den Neubauplänen für die Michelangelostr. ist umstritten, einige Stimmen sagen, nur mit der Realisierung des Neubauvorhabens wird auch das Viertel saniert, andere glauben, das würde auch ohne Neubauten an der Michel geschehen.
Wir können es nur abwarten und weiterhin alle Informationen dazu sammeln.

Gefreut haben wir uns über die doch recht umfangreiche Sammlung historischer Bilder, zu der das Museum Pankow ebenso beigetragen hat wie das Bauamt, das Bundesarchiv und letztlich etliche Anwohner.

Nun gehen wir alle in die Sommerpause, unsere nächste Sprechstunde im Büro Hanns-Eisler-Str. 2 findet deshalb erst am 21. September statt, die Runde des Kiezverbundes trifft sich am 13. September wieder im Quartierspavillon um 18 Uhr.

40 Jahre Mühlenviertel – Kiezfest

24.8.1964 Zwei bezugsfertige Wohnblocks …werden zum 15. Jahrestag in der Michelangelostraße in Berlin – Weissensee übergeben. Die Montagearbeiten begannen im Januar 1963. Jeder Block hat 120 Wohnungseinheiten. Die Wohnhäuser links sind bereits bezogen.

Heute möchten wir noch einmal auf unser Fest am

14. Juli, 14 – 18 Uhr

hinweisen. Inzwischen ist es auch gelungen ein paar historische Bilder des Viertels zu finden, zum Teil im Bundesarchiv wie das Bild oben.
Wer seit 1977 hier im Viertel wohnt ist herzlich eingeladen, am 10. Juli ab 15 Uhr im Hausclub Pieskower Weg 52 vorbeizuschauen, bei Kaffee und Gebäck die alten Bilder zu sichten und zu kommentieren, damit sie am 14. Juli im Quartierspavillon ausgestellt werden können.

Das Bühnenprogramm für den 14. haben wir nun auch zusammengestellt und das Fest wird u.a. im Berliner Abendblatt beworben.
Viele Teilnehmer haben sich angekündigt und wollen mit einem Marktstand oder sonstigen Aktivitäten zum Gelingen des Festes beitragen – selbst die Wettervorhersage ist derzeit günstig.

Einen herzlichen Dank an alle, die an der Organisation mitgewirkt haben, ihre Ideen in der monatlichen Mühlenkiezrunde eingebracht haben, und die wir am Freitag als Akteure erleben dürfen. „Nebenbei“ findet das Schulfest der Paul-Lincke-Schule statt und die Gustav-Eiffel-Schule führt ab 16 Uhr ein Das Helden-Musical in der Turnhalle auf.

Da kann man als Mieterbeirat schon fröhlich in den Einsteinpark schauen uns sich auf den Freitag freuen

Fotografin: Tina Merkau