Mieterbeiratstreffen

Gestern gab es ein von uns initiiertes Treffen der Gewobag-Mieterbeiräte.
In Berlin hat die Gewobag in 16 Quartieren Mieterbeiräte, die jeweils aus 3 bis 7 Mitgliedern bestehen, je nach Anzahl der Wohneinheiten, die zum Quartier gehören.

Untereinander gab es bisher lockere Beziehungen, bei Workshops traf man sich bisweilen oder bei den Jahresabschlussveranstaltungen.
Nun waren wir der Meinung, dass ein Treffen außerhalb der vom Vermieter organisierten Veranstaltungen nützlich sein könnte, ein Treffen zum Kennenlernen und auch um einen Überblick über Mieterprobleme in anderen Kiezen zu erhalten.
9 Mieterbeiräte waren mit mindestens einem Mitglied vertreten.

In rund 2 1/2 Stunden wurden viele Themen angesprochen und auch Übereinstimmungen bei einigen Problemen festgestellt.
Informationen für die Mieter zu bestimmten Punkten fehlen oder sind nur spärlich vorhanden, die neue Struktur der Gewobag sorgt für einigen Verdruss, und auch die Kommunikationswege zwischen Wohnungsbaugesellschaft und Mieterbeiräten sind stark verbesserungswürdig, manchmal aber auch abhängig vom Ansprechpartner.

Wir wissen, dass die Mieterbeiräte „ungeliebte Kinder“ für die Wohnungsbaugesellschaften sind, denn natürlich sind die Interessen gegensätzliche bei Mietern und Vermietern – das sollte keinen verwundern.
erst auf Druck der Senatsverwaltung wurden bei den kommunalen Gesellschaften die Mieterbeiräte geschaffen (auch wenn es einige Mietervertretungen auf Grund von Eigeninitiativen schon länger gab), und man versucht nun sie ruhig zu halten, ganz besonders auch kritische Beiräte und kritische Fragen vor den Entscheidungsträgern in der Gewobag abzuschirmen.

Das wiederum wollen und werden wir nicht dulden, im Extremfall wäre als Eskalation ein Termin beim Senator für Stadtentwicklung und Umwelt notwendig.
Auch über die Initiativgruppe der Mieterbeiräte – in der sich Beiräte der sechs kommunalen Wohnungsbaugesellschaften organisiert haben – wurde gestern gesprochen, dort gibt es also bereits die Vernetzung über die Gesellschaftsgrenzen hinweg.

Als Abschluss waren sich alle einig, dass unser Treffen durchaus sinnvoll war und wir es auch 2016 wiederholen werden, über einen Rhythmus wurde noch nicht abgestimmt.
Zu Schwerpunktthemen wäre dann auch die Einladung von Geschäftsführern oder Gruppenleitern der Gewobag möglich, um zu verhindern, dass Probleme in der Hierarchie „versickern“, wie es leider in größeren Verwaltungen mit zu vielen Hierarchieebenen immer wieder geschieht.

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