Wahlveranstaltung – Kandidatenvorstellung

Am letzten Mittwoch fand die erste Veranstaltung statt, auf der sich die Mieterratskandidaten für den Wahlkreis 5 den Mietern bzw. Wählern vorstellen sollten und konnten.
Von den Kandidaten waren 9 anwesend, Mieter waren leider weniger da.
Sehr bedauerlich – wie ich finde – denn die Gelegenheit die Kandidaten persönlich kennenzulernen entscheidet oft über die Stimme, die man bei der Wahl zu vergeben hat.

Ganz offensichtlich ist das Interesse der Mieterschaft an einer Vertretung in der Wohnungsbaugesellschaft nicht sehr groß, was ich unverständlich finde.
Vielleicht beurteile auch ich das einfach falsch, auf jeden Fall bin ich sehr gespannt auf die Wahlbeteiligung. Natürlich hoffe ich auf 20% oder mehr (hoffnungsloser Optimist eben), befürchte aber nach den Erlebnissen während meiner Kandidatenwerbung in mehreren Teilen meines Wahlbezirks, dass die Wahlbeteiligung geringer ausfallen wird.

Wie weit die bereits erwähnten Proteste gegen den Ausschluss von Kandidaten dazu beigetragen haben, vermag ich nicht zu sagen.
Die Hoffnung, dass bei der Veranstaltung am nächsten Donnerstag im Estrel (25. August ab 18 Uhr) das Interesse größer ist, habe ich noch nicht aufgegeben.

Dennoch gab es am Rande der Veranstaltung auch ein paar interessante Informationen, die mir so noch nicht bekannt waren.
Alle WBGen haben in den letzten Jahren Wohnungen angekauft, um ihren Bestand zu vergrößern, insgesamt 14.346 Wohnungen, bei der Gewobag „nur“ 1.113 davon.
Die vorherigen Besitzer, teilweise ausländische Investorengruppen, hatten die Instandhaltung vernachlässigt, und mit dem Ankauf durch eine kommunale WBG wuchs die Erwartungshaltung bei den Mietern auf eine baldige Sanierung ihrer Wohnung.
Wünsche, die zwar verständlich, nichtsdestotrotz aber so schnell nicht realisierbar sind.

Gerade hier sehe ich eine Aufgabe für den neuen Mieterrat, einerseits die notwendige Sanierung zu forcieren, anderseits auch den Mietern zu erklären, dass es durchaus etliche Monate bzw. Jahre dauern kann, bis alle Immobilien saniert oder modernisiert sind.

Auch die Vernetzung der neuen Mieterräte untereinander ist eine klare Aufgabe, da diese Probleme alle Berliner Wohnungsbaugesellschaften betreffen.

Nun bleibt nur, bis zum 10. September zu warten, bis zur Auszählung der Stimmen, und zu hoffen, dass die Wahlbeteilung das Quorum von 5% in allen Wahlkreisen übertrifft.

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