Mieterratskandidaten

So, die Kür ist gelaufen, das heisst die Kandidaten zur Mieterratswahl 2019 haben ihre Vorstellungsrunden absolviert.

Von den 67 Kandidaten in den 5 Wahlbezirken waren 28 bei den 5 Vorstellungsrunden (jeweils eine Veranstaltung in jedem Wahlbezirk) anwesend und haben sich persönlich vorgestellt und Fragen der Mieter beantwortet.
Für mich bedauerlich ist es, dass Mieter für ein Gremium kandidieren und dann bereits die erste Möglichkeit sich zu präsentieren nicht wahrnehmen. Warum kandidieren sie dann überhaupt?
Aber noch bedauerlicher, ja sogar ärgerlich, finde ich es, dass viel zu wenige Wähler/Mieter die Gelegenheit wahrnehmen, die Kandidaten kennenzulernen und einzuschätzen.
Ach ja, von den bisherigen 9 Mitgliedern des Mieterrats haben sich 6 als Kandidaten zur Wiederwahl aufstellen lassen.

Wie – liebe Mieter und Wähler – trefft ihr eigentlich eure Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten?
Der Mieterrat mit seinen 9 gewählten Mitgliedern ist in den nächsten 5 Jahren das Gremium, das die Mieterschaft der Gewobag gegenüber dem Unternehmen vertreten soll.
Offensichtlich ist das aber vielen Mietern egal.

Zugegeben, wer bei einem der LWU (landeseigenen Wohnungsunternehmen) als Mieter wohnt, hat es sicher besser als die Mieter der privaten Großkonzerne, aber dennoch ist nicht alles in Ordnung, wie wir bei den massiven Heizungsausfällen zu Beginn der Heizperiode im Oktober 2018 merken konnten.
Betriebskostenhöhe, Instandhaltungsmaßnahmen, Vandalismusprävention, Grünflächenpflege, es gibt noch einiges zu verbessern.
Im Bewusstsein der Politiker ist es immerhin angekommen, dass ein Mitspracherecht der Mieter zu mehr Zufriedenheit beiträgt, es gibt Bestrebungen die Partizipation auch im Wohnungsbau zu verankern und die Mieterräte der 6 LWU sind als Mietervertretungen im Gesetz (WoVG) verankert worden.
Leider fehlt noch die gesetzliche Grundlage für Mieterbeiräte – das sind im Gegensatz den den Mieterräten die Mietervertretungen in den Quartieren, die für mindestens 300 WE (Wohneinheiten = Wohnungen bzw. Mieter) bis zu 3000 WE zuständig sind und selbst im Quartier wohnen.
100 Mieterbeiräte mit 437 Mitgliedern existieren bei den 6 Wohnungsunternehmen, sie sind für ca. 60% der Wohnungen/Mieter zuständig.

Nun warten wir also auf die Ergebnisse der Mieterratswahl, die am 23. Februar vorliegen werden (vorläufiges Ergebnis, die Annahme der Wahl durch die gewählten Kandidaten fehlt dann noch).
Ich will hier keine Empfehlung für den einen oder anderen Kandidaten geben, sondern höchstens dazu ermuntern, sich an der Wahl zu beteiligen.

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