And the winner is

Theatralisch nach Manier der Oscar-Verleihungen möchte ich diesen Titel für die Stimmenauszählung der Mieterratswahl verwenden, die am 22. und 23. Februar stattfand.
Der Wahlausschuss hatte immerhin 13 Stunden an den beiden Tagen zu tun, bis alle Stimmen der 5 Wahlbezirke ausgezählt und überprüft waren.

War es eine Überraschung, dass die 6 Kandidaten, die dem bisherigen Mieterrat bereits angehörten, erneut gewählt wurden?
Vielleicht, denn einer musste per Losentscheid (wegen Stimmengleichheit) bestimmt werden, die anderen bekamen genug Stimmen (bisweilen „nur“ zwei mehr als der nächste Kandidat), um auch im neuen Mieterrat Mitglied zu sein.
Da nur 6 der bisherigen 9 Mitglieder zur Wiederwahl antraten, gibt es also drei neue Mitglieder.

Namen möchte ich hier nicht veröffentlichen, das überlasse ich der offiziellen Bekanntgabe der Mieterratswahl durch die Gewobag, zudem ist es derzeit nur ein vorläufiges Ergebnis, das alle gewählten Mitglieder der Wahl noch zustimmen müssen und letztlich ist das Ergebnis erst endgültig, wenn die konstituierende Sitzung des neuen Mieterrates beendet ist.

Die Wahlbeteiligung lag bei 10 – 12% in den Wahlbezirken, also etwa 4% niedriger als 2016, was sehr bedauerlich ist, denn der Mieterrat ist Vertreter der Mieterinteressen bei der Gewobag.
Aber offensichtlich haben 88% der Mieter kein Interesse an einer offiziellen Vertretung ihrer Interessen.

Mieterratskandidaten

So, die Kür ist gelaufen, das heisst die Kandidaten zur Mieterratswahl 2019 haben ihre Vorstellungsrunden absolviert.

Von den 67 Kandidaten in den 5 Wahlbezirken waren 28 bei den 5 Vorstellungsrunden (jeweils eine Veranstaltung in jedem Wahlbezirk) anwesend und haben sich persönlich vorgestellt und Fragen der Mieter beantwortet.
Für mich bedauerlich ist es, dass Mieter für ein Gremium kandidieren und dann bereits die erste Möglichkeit sich zu präsentieren nicht wahrnehmen. Warum kandidieren sie dann überhaupt?
Aber noch bedauerlicher, ja sogar ärgerlich, finde ich es, dass viel zu wenige Wähler/Mieter die Gelegenheit wahrnehmen, die Kandidaten kennenzulernen und einzuschätzen.
Ach ja, von den bisherigen 9 Mitgliedern des Mieterrats haben sich 6 als Kandidaten zur Wiederwahl aufstellen lassen.

Wie – liebe Mieter und Wähler – trefft ihr eigentlich eure Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten?
Der Mieterrat mit seinen 9 gewählten Mitgliedern ist in den nächsten 5 Jahren das Gremium, das die Mieterschaft der Gewobag gegenüber dem Unternehmen vertreten soll.
Offensichtlich ist das aber vielen Mietern egal.

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Streikankündigung

Ganz aktuell kündigte ver.di heute an, dass die laufenden Tarifverhandlungen mit FletWerk nicht vorankommen, daher kann es in der 5. Kalenderwoche – ab 28. Januar – zu Streiks kommen.

Bedauerlicherweise werden davon auch die Mieter betroffen sein, da FletWerk verschiedene Dienstleistungen für die Gewobag erbringt.
Bei einem Streik werden die Hausmeister nicht erreichbar sein, Handwerkerleistungen fallen aus, auch die Erreichbarkeit des Reparaturcenters kann eingeschränkt sein, obwohl dieses von B & O betrieben wird und nur eine Dienstleistung für FletWerk erbringt.

Da bisher auf der Internetpräsenz von ver.di noch keine Information zu finden ist, möchten wir hier die Mieterinformation veröffentlichen, die wir erhalten haben.

Eine Bewertung des Arbeitskampfes möchten wir als Mietervertreter nicht vornehmen, wir hoffen nur, dass es bald eine Einigung der Tarifparteien gibt.

Jahreswechsel, die Zweite

Nun liegt also auch der Jahreswechsel hinter uns, ein Grund sowohl zurück als auch nach vorne zu schauen.
Das „Heizungsdrama“ vom Oktober ist überstanden, alle Mieter, die sich gemeldet hatten, haben von der Gewobag eine Mietminderung bewilligt bekommen:
Natürlich ist der Mieter selbst derjenige, der diese Mietminderung fordern muss, wenn es Mängel an der Mietsache (also der Wohnung) gibt, aber relativ oft werden diese Ansprüche von den Vermietern zurückgewiesen und führen dann zu Gerichtsverfahren.
Das war in diesem Fall nicht so, aber eine pauschale Mietminderung für alle wurde nicht gewährt, auch die landeseigenen Wohnungsunternehmen sind nicht so sozial, dass sie ohne Forderung der Mieter einen Mietnachlass gewähren.

Das Silvesterfeuerwerk war diesmal weniger intensiv als in den vergangenen Jahren – zumindest bestätigen mir das etliche Mieter, die ich getroffen habe. Eine kleine Impression davon ist hier zu sehen.

Feuerwerk

Silvesterfeuerwerk 2018/19 im Mühlenviertel

Nun steht die nächste Mieterratswahl vor der Tür, die Wahlunterlagen sind in den Briefkästen gelandet, über die nicht so einfach zu begreifenden Unterschiede zwischen Mieterrat und Mieterbeirat hatte ich hier erneut berichtet.

Auch wenn die 5 Wahlbezirke diesmal etwas anders aufgeteilt wurden, gehört das Mühlenviertel wieder zum Wahlbezirk 5.
Die Kandidaten für diesen Bezirk stellen sich am
24.01.2019   18:00 Uhr, im Stadtteilzentrum Lichtenberg Nord, Paul-Zobel-Str. 8E, 10367 Berlin
vor. Ich empfehle den Besuch der Veranstaltung, da man anhand des Flyers die Kandidaten kaum beurteilen kann. Dort gibt es dann die Gelegenheit Fragen zu stellen und persönlich mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Und falls Sie „uns“, also den Mieterbeirat persönlich aufsuchen möchten, haben Sie am 17. Januar ab 17 Uhr wieder Gelegenheit dazu in die Mietersprechstunde zu kommen, Mieterbeiratsbüro, Hanns-Eisler-Str. 2 (Gebäuderückseite)

Als Abschluss noch zwei Bilder von der traditionellen Weihnachtsbaumverbrennung im Strandbad Weißensee – vielleicht auch ein Tipp für einen Ausflug im Januar 2020

Weihnachtsbaumverbrennung im Strandbad Weißensee

Weihnachtsbaumverbrennung im Strandbad Weißensee

Jahreswechsel

Wieder einmal hat es Petrus nicht geschafft, uns zu Weihnachten ein paar Schneeflocken zu bescheren.
Aber als Beweis, dass es schon Schnee im Mühlenviertel gab, stelle ich mal das folgende Bild hier ein.

Gleichzeitig wünscht der Mieterbeirat allen Mietern schöne Feiertage und einen Guten Rutsch ins neue Jahr.
Wir sind auch weiterhin am jeweils 3. Donnerstag eines Monats ab 17 Uhr für Sie da im Büro Hanns-Eisler-Str. 2

Mieterrat? Mieterbeirat?

Die 6 landeseigenen Wohnungsunternehmen (kurz LWU) haben Mietervertretungen organisiert auf Wunsch der Politik, sicher nicht im eigenen Interesse.
Mieterbeiräte gibt es seit etlichen Jahren, teils selbst organisiert, zu einem großen Teil auch von den Unternehmen initiiert. Dabei handelt es sich um Gremien, die einen kleinen Bereich (Quartier oder Wohnviertel) vertreten, in dem sie selbst wohnen.
In unserem Fall ist es das „Mühlenviertel“, also das Wohnviertel zwischen Greifswalder Str., Storkower Str., Kniprodestr. und Michelangelostr., wobei die Häuser Storkower Str. 108 und Michelangelostr. 125/127 außerhalb des genannten Viertels liegen.
Rund 2000 Wohnungen, die der Gewobag gehören, werden durch uns vertreten.

Ähnlich sind die Mieterbeiräte (kurz MBR) in den anderen Quartieren aufgestellt, insgesamt 17 bei der Gewobag. Je nach Anzahl der betreuten Wohnungen bestehen die Gremien aus 3 bis 7 Mitgliedern.

Seit 2016 gibt es zusätzlich bei jedem LWU einen Mieterrat, gefordert durch das Wohnraumversorgungsgesetz (WoVG), das im Dezember 2015 in Kraft trat.
Der Mieterrat soll die gesamte Mieterschaft eines Unternehmens gegenüber dem Vermieter vertreten und an Entscheidungen des Unternehmens mitwirken. Dazu wird ein Mitglied des Mieterrats in den Aufsichtsrat des LWU entsandt.

Alles gut und schön, aber wie sollen Mieter das verstehen?
Wie sollen sie die Unterschiede erkennen, wie sollen sie wissen, an wen sie sich wenden können, wenn es Probleme mit der Mietsache (also ihrer Wohnung) gibt?
Da helfen auch die Flugblätter (Flyer) nicht, die in jedem Briefkasten landeten.
Und wenn dann Wahlen stattfinden (alle genannten Gremien werden im 5-Jahres-Zyklus neu gewählt), sorgt das für noch mehr Verwirrung.

Wir haben doch gerade erst gewählt“    oder
Warum ist denn hier kein Kandidat dabei, den ich kenne?

Diese und ähnliche Reaktionen hören wir von den Mietern des Quartiers. Es gibt übrigens bei den Mietervertretungen keine Hierarchien, d.h. der Mieterrat ist nicht dem Mieterbeirat übergeordnet und kein Mietervertreter untersteht der Vermietergesellschaft.
Ihr Mieterbeirat für das Mühlenviertel wurde im Sommer 2018 neu gewählt und ist nun bis 2023 tätig, der Mieterrat der Gewobag wird dagegen im Frühjahr 2019 neu gewählt.
Und wenn Ihnen noch immer unklar ist, was diese Vertreter für Aufgaben haben oder wenn Sie weiterhin Probleme haben die Begriffe zu unterscheiden (da sind Sie in guter und zahlreicher Gesellschaft), dann kommen Sie doch zu einer unserer nächsten Sprechstunden, jeweils am 3. Donnerstag eines Monats ab 17 Uhr im Mieterbeiratsbüro Hanns-Eisler-Str. 2