Weihnachten naht

Ein weiteres Jahr geht zu Ende, und Weihnachten war immer die Zeit der Besinnlichkeit und des Rückblicks auf das Erreichte.
Ja, ich weiß, dass es noch 14 Tage dauert bis wir wieder einmal Santa Claus oder den Weihnachtsmann begrüßen dürfen – auch wenn er sich dann als Onkel Herbert oder ein studentischer Knecht Rupprecht herausstellt.

Aus Mietersicht betrachtet, hat das Jahr wieder ein paar neue Erfahrungen gebracht, Berlin hat eine neue Landesregierung und wir hoffen einfach mal, dass Katrin Lompscher als neue Senatorin für Mieten und Wohnen den Wünschen und Interessen der Berliner Mieter aufgeschlossen gegenübersteht.

Nach dem Geheul der Immobilienwirtschaft kann man das getrost hoffen, bleibt abzuwarten wie die Zusammenarbeit mit den neuen Mieterräten der 6 kommunalen Wohnungsbaugesellschaften sich entwickelt.

Und „bei uns“ im Hochhaus Pieskower Weg wird ein Schandfleck beseitigt, das zugeschmierte Treppenhaus wird durch künstlerische Graffitis verschönert. Bleibt zu hoffen, dass die schönen neuen Sprühereien uns lange erhalten bleiben.

Auch 2017 werden wir intensiv an der Vernetzung der Mietervertreter arbeiten, also die Kontakte zu den anderen Mieterbeiräten pflegen, ebenso zu den Mieterräten aller Gesellschaften und nicht zuletzt zu Mietervereinen und -initiativen.

In diesem Sinne ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr

Ihr Mieterbeirat Mühlenviertel

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Mieterbeiratstreffen

Gestern gab es ein von uns initiiertes Treffen der Gewobag-Mieterbeiräte.
In Berlin hat die Gewobag in 16 Quartieren Mieterbeiräte, die jeweils aus 3 bis 7 Mitgliedern bestehen, je nach Anzahl der Wohneinheiten, die zum Quartier gehören.

Untereinander gab es bisher lockere Beziehungen, bei Workshops traf man sich bisweilen oder bei den Jahresabschlussveranstaltungen.
Nun waren wir der Meinung, dass ein Treffen außerhalb der vom Vermieter organisierten Veranstaltungen nützlich sein könnte, ein Treffen zum Kennenlernen und auch um einen Überblick über Mieterprobleme in anderen Kiezen zu erhalten.
9 Mieterbeiräte waren mit mindestens einem Mitglied vertreten.

In rund 2 1/2 Stunden wurden viele Themen angesprochen und auch Übereinstimmungen bei einigen Problemen festgestellt.
Informationen für die Mieter zu bestimmten Punkten fehlen oder sind nur spärlich vorhanden, die neue Struktur der Gewobag sorgt für einigen Verdruss, und auch die Kommunikationswege zwischen Wohnungsbaugesellschaft und Mieterbeiräten sind stark verbesserungswürdig, manchmal aber auch abhängig vom Ansprechpartner.

Wir wissen, dass die Mieterbeiräte „ungeliebte Kinder“ für die Wohnungsbaugesellschaften sind, denn natürlich sind die Interessen gegensätzliche bei Mietern und Vermietern – das sollte keinen verwundern.
erst auf Druck der Senatsverwaltung wurden bei den kommunalen Gesellschaften die Mieterbeiräte geschaffen (auch wenn es einige Mietervertretungen auf Grund von Eigeninitiativen schon länger gab), und man versucht nun sie ruhig zu halten, ganz besonders auch kritische Beiräte und kritische Fragen vor den Entscheidungsträgern in der Gewobag abzuschirmen.

Das wiederum wollen und werden wir nicht dulden, im Extremfall wäre als Eskalation ein Termin beim Senator für Stadtentwicklung und Umwelt notwendig.
Auch über die Initiativgruppe der Mieterbeiräte – in der sich Beiräte der sechs kommunalen Wohnungsbaugesellschaften organisiert haben – wurde gestern gesprochen, dort gibt es also bereits die Vernetzung über die Gesellschaftsgrenzen hinweg.

Als Abschluss waren sich alle einig, dass unser Treffen durchaus sinnvoll war und wir es auch 2016 wiederholen werden, über einen Rhythmus wurde noch nicht abgestimmt.
Zu Schwerpunktthemen wäre dann auch die Einladung von Geschäftsführern oder Gruppenleitern der Gewobag möglich, um zu verhindern, dass Probleme in der Hierarchie „versickern“, wie es leider in größeren Verwaltungen mit zu vielen Hierarchieebenen immer wieder geschieht.