Sanierung der Wasseranschlüsse

Ja, ich weiß, es ist 2 Monate her seit ich das letzte Mal hier einen Artikel geschrieben habe.
Immer wieder ergeben sich Themen, dann fehlt manchmal die Zeit und ein anderes Mal einfach die Motivation.

Aber nun möchte ich einen Blick auf 2020 werfen, endlich hat die Gewobag eine Firma gefunden, die im Hochhaus Pieskower Weg 52/54 die Wasseranschlüsse in den Badezimmern erneuern wird.
Warum? Weil die alten Panzerschläuche undicht sind oder werden und immer wieder Wasserschäden in den Versorgungsschächten verursachen.
Auch die Ventile auf dem Dachboden weisen inzwischen Defekte auf und so hatten wir schon mehrfach das „Vergnügen“ auch von dort mit Wassermengen auf Abwegen überschwemmt zu werden.

Nun also werden die Anschlüsse im Mai und Juni ausgetauscht, die Strangventile auf dem Dachboden werden bereits im April überprüft und bei Bedarf ebenfalls erneuert.

Doch das Mühlenviertel besteht ja nicht nur aus einem Hochhaus, und so bleiben uns auch noch andere Probleme, die Vermüllung der Kinderwagenräume in den Hochhausblocks gehört dazu, aber auch die illegale Entsorgung von Gewerbemüll an den Müllstandorten und das Abstellen von Sperrmüll in den Hausfluren, Vorräumen oder Aufzügen.
Zum einen ist es ärgerlich wenn das Haus dadurch verdreckt (wird), zum anderen müssen wir als Mieter die Kosten für die Müllabholung übernehmen.
Unser Engagement für eine Videoüberwachung der Aufzüge und Eingangsbereiche blieb bisher erfolglos.

Mindestens ebenso ärgerlich ist die immer wieder von Mietern verursachte Störung der Türöffnungsanlagen der Hochhäuser Hanns-Eisler-Str. 2/4 und Pieskower Weg 52/54. Die automatischen Türöffner sollen mobilitätseingeschränkten Bewohnern und ebenso Müttern mit Kinderwagen helfen, aber leider begreifen einige „Mitbewohner“ das nicht und beschädigen die Türöffner immer wieder.

Nun zu den erfreulichen Dingen:

Wir haben uns vorgenommen in den Sommermonaten einen Kiezrundgang für „Neumieter“ anzubieten, also Mieter der Gewobag, die in den letzten 12 Monaten eingezogen sind. Natürlich wissen wir nicht wie viele Neumieter dies wahrnehmen werden, doch das soll uns nicht an einem Versuch hindern.

Und im dritten, eventuell auch zu Beginn des vierten Quartals werden wir zu einer Mieterversammlung einladen.
Die Themen sollten Sie als Mieter beschließen, dazu werden wir rechtzeitig Fragebögen verteilen.
Entsprechend der Themen, die Sie auswählen, laden wir dann die Gäste ein, die Ihre Fragen beantworten können.

Bei einigen Problemen müssen wir dann auch darauf hinweisen, dass die Wohnungsunternehmen keine Abhilfe schaffen können, z.B. bei der Rattenplage im Wohnviertel. Allerdings sind auch daran die Anwohner nicht ganz unschuldig, denn wer Essenreste an den Bänken oder im Buschwerk entsorgt, lockt damit die Ratten (und gegebenfalls auch andere Tiere) an.

Als Abschluss möchte ich noch darauf hinweisen, dass seit 23. Februar das Gesetz zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zur Mietenbegrenzung (MietenWoG Bln) gilt („Mietendeckel“), das allerdings nicht unumstritten ist und zu Klagen vor verschiedenen Gerichten führen wird.
Gut für die Mieter, wenn es Bestand hat, denn es bedeutet, dass die aktuellen Mieten (Nettokaltmiete ohne Betriebskosten) in den nächsten 5 Jahren um höchstens 1,3% steigen können (Inflationsausgleich, §3, Abs. 4), bei Modernisierungsmaßnahmen um höchsten 1 Euro/m² (§7 des MietenWoG Bln).

Und schließlich möchte ich noch auf die Möglichkeit hinweisen, per App auf dem Smartphone oder per Internet auf das eigene Mietkonto Zugriff zu erhalten.

Gewobag Service-App

und

https://serviceportal.gewobag.de/start.html

Wohnraumversorgungsgesetz

Willkommen im neuen Jahr.
Und gleich mit dem 1. Januar trat ein neues Gesetz in Kraft, das Berliner Wohnraumversorgungsgesetz, eine Ergänzung des Wohnraumgesetzes aus dem Jahr 2011.

Unter dem Link zur Senatsseite sind die aktuellen Änderungen zu finden.
Sie betreffen die Miethöhe von Sozialwohnungen sowie die Bestimmungen zur Neuvermietung freier Sozialwohnungen der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften (im weiteren WBG genannt) und neue Regeln für die Mietermitbestimmung.

Die Umsetzung wird noch etwas dauern, immerhin hat die Gewobag bereits angekündigt, dass die gesetzlich geforderten Mieterräte – nicht zu verwechseln mit den bestehenden Mieterbeiräten – noch im ersten Halbjahr 2016 gewählt werden sollen.

Wer den gesamten Gesetzestext lesen möchte, findet ihn in der Gesetzvorlage in der Abgeordnetenhausdokumentation.
Mit den wichtigen Punkten werden wir uns in den nächsten Sitzungen sicher befassen und auch nachfragen, wie die WBG Gewobag sich die Umsetzung vorstellt.

Ansonsten nehmen wir gerade Kontakt auf zum Verein „Lebensqualität an der Michelangelostr.“. Dabei geht es um die umstrittenen Baupläne, die derzeit nur als Architektenentwurf vorliegen. Ob es zu einer Bebauungsverdichtung nördlich und südlich der Michelangelostr. kommen wird, ist derzeit nicht geklärt, auch in welcher Art und in welchem Umfang diese Planung realisiert wird (nicht vor 2018) muss erst in den politischen Gremien des Bezirkes entschieden werden.
Immerhin: 2016 ist Wahljahr in Berlin, da wird kein Politiker mit Planungen an die Öffentlichkeit gehen, die ihn Wählerstimmen kosten könnten.
Allerdings muss dazu auch gesagt werden, dass wir Anwohner des Mühlenviertels und der Michelangelostr. die Pankower Politiker gar nicht wählen können, da der Wahlkreis unseres Wohngebietes zu Friedrichshain Ost gehört. Ein klares Manko für uns alle, denn es bedeutet dass wir den Unmut über die Pläne Pankower Politiker in der Wahl nur an den Friedrichshainer Politikern auslassen können….

„Politisches Niemandsland“ nenne ich deshalb unser Wohngebiet recht gerne.

NACHTRAG: Bitte Kommentare beachten, die Wahlkreiseinteilung hat sich verändert, wir wählen nun doch die Pankower Bezirksverordneten.