Mieterratskandidaten

So, die Kür ist gelaufen, das heisst die Kandidaten zur Mieterratswahl 2019 haben ihre Vorstellungsrunden absolviert.

Von den 67 Kandidaten in den 5 Wahlbezirken waren 28 bei den 5 Vorstellungsrunden (jeweils eine Veranstaltung in jedem Wahlbezirk) anwesend und haben sich persönlich vorgestellt und Fragen der Mieter beantwortet.
Für mich bedauerlich ist es, dass Mieter für ein Gremium kandidieren und dann bereits die erste Möglichkeit sich zu präsentieren nicht wahrnehmen. Warum kandidieren sie dann überhaupt?
Aber noch bedauerlicher, ja sogar ärgerlich, finde ich es, dass viel zu wenige Wähler/Mieter die Gelegenheit wahrnehmen, die Kandidaten kennenzulernen und einzuschätzen.
Ach ja, von den bisherigen 9 Mitgliedern des Mieterrats haben sich 6 als Kandidaten zur Wiederwahl aufstellen lassen.

Wie – liebe Mieter und Wähler – trefft ihr eigentlich eure Entscheidung für oder gegen einen Kandidaten?
Der Mieterrat mit seinen 9 gewählten Mitgliedern ist in den nächsten 5 Jahren das Gremium, das die Mieterschaft der Gewobag gegenüber dem Unternehmen vertreten soll.
Offensichtlich ist das aber vielen Mietern egal.

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Termine im März

Eigentlich ist ja alles klar, der Mieterbeirat ist am jeweils dritten Donnerstag eines Monats ab 17 Uhr im Büro Hanns-Eisler-Str. 2 erreichbar, also nun

am 16. März wieder.

Aber da

am 08. März

der Mieterrat der Gewobag seine Sitzung im Beiratsbüro im Mühlenviertel abhält, möchte ich noch einmal daran erinnern, dass ab

19.00 Uhr

auch alle Gewobag-Mieter in der Mieterrats-Sprechstunde die Gelegenheit haben mit diesem Gremium der Mietervertretung persönlich zu sprechen.

Falls Sie schon vorab Fragen loswerden wollen nutzen Sie einfach das folgende Formular

Mieterrat konstituiert

So, der neue Mieterrat als Gremium zur Vertretung der Mieterrechte bei der Gewobag hatte seine konstituierende Sitzung.
Vorsitzender und Stellvertreterin wurden gewählt, mit jeweils 8 von 9 Stimmen wurde ich Vorsitzender des Mieterrats und Marina Makowski die Stellvertreterin.

Wir beide sind noch aktive Mieterbeiräte, Marina am Mehringplatz, und kennen die Gewobag dadurch schon ein wenig. Auch im neuen Gremium wird es sicher nicht leicht die Interessen der Mieter zu vertreten. Schwerpunkt dabei sind und bleiben bezahlbare Mieten, d.h. Mietpreise, die auch von Durchschnittsverdienern aufzubringen sind.
Wer nach den Wohnungsangeboten der Gewobag schaut, wird schnell feststellen, dass auch die kommunalen Wohnungsbaugesellschaften inzwischen Mieten bis 14,50 Euro/ m² verlangen.
Mit Nebenkosten findet man also 3-Zimmer-Wohnungen, 83 m², für 1400.- oder gar 1600.- Euro Monatmiete. Das halte ich nicht mehr für „bezahlbar“, denn es bedingt, dass zwei Berufstätige dafür arbeiten müssen, und ein Gehalt für die Miete verwendet wird.

Halten wir uns vor Augen, dass das Monatseinkommen eines sogenannten „Normalverdieners“ etwa 1400.- Euro netto beträgt, und das durchschnittliche Haushaltseinkommen (mehrere Berufstätige) auch nicht höher als 2200.- bis 2300.- Euro ausmacht. Wie man unter diesen Umständen Mietpreise von 1400.- Euro verlangen kann (dann allerdings ohne WBS – war klar, oder?) bleibt mir ein Rätsel.

Schauen wir nun weiter auf den neuen Mieterrat, der seine Tätigkeit aufgenommen hat und mit der Wahl des Vorsitzenden und der Stellvertreterin arbeitsfähig ist. In der nächsten Sitzung – Mitte November – werden wir damit beschäftigt sein, eine Geschäftsordnung zu erstellen, Arbeitsfelder zu definieren und Mitglieder für die anfallenden Aufgaben zu bestimmen, sowie ein Mitglied für den Aufsichtsrat zu wählen, dazu ein zweites, das als Gast an den Aufsichtsratsitzungen teilnehmen darf.

Vermutlich ab Januar 2017 werden wir dann in regelmäßigen Sitzungen auch Mietersprechstunden anbieten, sofern wir uns darauf einigen können, an wechselnden Orten in der Stadt, so dass die Wege für Mieter, die zur Sprechstunde kommen möchten, nicht immer lang sind.
Ich werde weiter über die Tätigkeit berichten, vermutlich bald auch auf einer eigenen Mieterratsseite.

Ärger um Mieterratskandidaten

Über die anstehende Mieterratswahl wurde inzwischen genug berichtet, nun gibt es Ärger, da über 100 Kandidaten von den Wahlkommissionen abgelehnt wurden.
Auch bei der Gewobag wurden 31 Kandidaten abgelehnt, den meisten Ärger gibt es aber offensichtlich bei der Gesobau, da nun abgelehnte Kandidaten behaupten, dass die Wohnungsbaugesellschaft „unbequeme Mieter“ als Kandidaten abgelehnt hätte. Weiterlesen