Willkommen im neuen Jahr

Regnerisch und warm begann das Jahr 2018, zudem wurden in der Weihnachtswoche die Müllbehälter für Kunststoff (gelbe Wertstofftonnen) und Papier (blaue Tonnen) nicht abgeholt, so dass die Müllplätze zu Müllhalden wurden.
ALBA hatte den Abholtermin nicht eingehalten, angeblich streikten die Mitarbeiter.
Der Gewobag war dies nicht bekannt (Aussage des Service-Centers), doch es wurde eine andere Firma beauftragt die Müllstandorte freizuräumen, was auch geschah.
Weiterhin war das Haustürschloss in der Greifswalder Str. 88 über längere Zeit defekt, der Türöffner ließ sich nicht  betätigen, was dazu führte, dass der Zugang über etliche Tage offen blieb und somit jedermann das Haus betreten konnte.
Die beauftragte Schlosserei hatte nach eigenen Angaben nicht genug Personal um den Schaden zu beheben, da fragt man sich, ob FletWerk die richtige externe Firma beauftragt hat. Weiterlesen

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Nachbetrachtung zum Kiezfest

40 Jahre Mühlenviertel

Da freut man sich, wenn man die Ausgabe 3/2017 des „BerlinerLeben“ aufschlägt, doch nach dem Lesen des Artikels sieht es schon anders aus.
Ja, das Mühlenviertel ist 40 Jahre alt geworden, wenn man die Wohnungsbauinitiative der 70er Jahre und die Fertigstellung der großen Wohnhäuser 1977 als „Gründung“ sieht.
Doch findet man kein Wort über die Mieter des Viertels, der älteste Bewohner wird nicht erwähnt (er ist ja auch kein Gewobag-Mieter), der Hinweis auf den Gedenkstein im Viertel für seinen Vater Wilhelm Blank fehlt ebenso (für den u.a. die Gewobag eine Pflegepatenschaft auf dem Fest übernahm).

Kurz kann man lesen, dass über 40 Akteure am Fest beteiligt waren, aber darüber, dass das Fest gut besucht wurde und auch gut angenommen von den Anwohnern findet man dagegen – nichts.

Ja, der Regierende Bürgermeister war da, der Bezirksbürgermeister ebenso, und auch die Vorstände von Gewobag und Genossenschaft Zentrum, also die „Stelzenläufer“ – schön zu wissen.

Doch die Bewohner des Viertels kommen nicht „zu Wort“, viele wohnen seit 40 Jahren hier, gehören zum Erstbezug der Häuser an der Thomas-Mann-Str., der Hanns-Eisler-Str. oder dem Pieskower Weg.
Weitgehend zufrieden sind sie, das Viertel enthält umfangreiche Grünanlagen (die leider vom Straßen- und Grünflächenamt nicht gepflegt werden und deshalb verwahrlosen), ein Nachbarschaftsverbund versucht verschiedene Aktivitäten zu organisieren, so z.B. auch das genannte Kiezfest und halbjährliche Putzaktionen in den Grünanlagen, und der Zusammenhalt der Altmieter funktioniert noch, was nicht zuletzt Institutionen wie der Volkssolidarität zu verdanken ist.

Der Mieterbeirat des Viertels hat wenige Beschwerden der Gewobag-Mieter zu bearbeiten, auch wenn natürlich nicht alles so ist wie es sein könnte.

Die Chance, ein wenig mehr über das Viertel zu berichten wurde mit dem Artikel vertan, obwohl die stellvertretende Pressesprecherin anwesend war und mit dem Mieterbeirat gemeinsam das Fest moderierte.

Wie sagte mein Deutschlehrer in der Schule? „Thema verfehlt“

Genau so sehen wir das auch

Mieterbeirat Mühlenviertel

>> Diesen Brief schickten wir als Mieterbeirat an die Gewobag, da uns der Artikel nicht wirklich gefallen hat.
Gerne können Sie uns Ihren Kommentar oder Ihre Meinung dazu mitteilen, entweder hier per Kontaktformular oder per Email an   mb@berlin10409.de

40 Jahre Mühlenviertel – Kiezfest

24.8.1964 Zwei bezugsfertige Wohnblocks …werden zum 15. Jahrestag in der Michelangelostraße in Berlin – Weissensee übergeben. Die Montagearbeiten begannen im Januar 1963. Jeder Block hat 120 Wohnungseinheiten. Die Wohnhäuser links sind bereits bezogen.

Heute möchten wir noch einmal auf unser Fest am

14. Juli, 14 – 18 Uhr

hinweisen. Inzwischen ist es auch gelungen ein paar historische Bilder des Viertels zu finden, zum Teil im Bundesarchiv wie das Bild oben.
Wer seit 1977 hier im Viertel wohnt ist herzlich eingeladen, am 10. Juli ab 15 Uhr im Hausclub Pieskower Weg 52 vorbeizuschauen, bei Kaffee und Gebäck die alten Bilder zu sichten und zu kommentieren, damit sie am 14. Juli im Quartierspavillon ausgestellt werden können.

Das Bühnenprogramm für den 14. haben wir nun auch zusammengestellt und das Fest wird u.a. im Berliner Abendblatt beworben.
Viele Teilnehmer haben sich angekündigt und wollen mit einem Marktstand oder sonstigen Aktivitäten zum Gelingen des Festes beitragen – selbst die Wettervorhersage ist derzeit günstig.

Einen herzlichen Dank an alle, die an der Organisation mitgewirkt haben, ihre Ideen in der monatlichen Mühlenkiezrunde eingebracht haben, und die wir am Freitag als Akteure erleben dürfen. „Nebenbei“ findet das Schulfest der Paul-Lincke-Schule statt und die Gustav-Eiffel-Schule führt ab 16 Uhr ein Das Helden-Musical in der Turnhalle auf.

Da kann man als Mieterbeirat schon fröhlich in den Einsteinpark schauen uns sich auf den Freitag freuen

Fotografin: Tina Merkau

Historische Bilder gesucht

Noch einmal möchten wir hier den Aufruf machen, wir suchen historische Bilder des Mühlenviertels für das Kiezfest „40 Jahre Mühlenviertel„, die wir im Quartierspavillon ausstellen können.

Gemeint sind Aufnahmen, die vor Baubeginn entstanden sind, während der Bauzeit oder auch in den Jahren danach. Aktuelle Bilder sind vorhanden, auch aus meiner eigenen Sammlung wie das (bewusst) künstlerisch verfremdete Bild oben.
Wer noch Fotos, Negative, Dias aus dieser Zeit besitzt und bereit ist, diese für die Ausstellung zur Verfügung zu stellen, möge bitte Kontakt zu uns aufnehmen,

per Email an    mb@berlin10409.de

per Telefon    an   (030) 39903843

persönlich    zu den Sprechstunden am jeweils dritten Donnerstag eines Monats von 17 bis 18 Uhr im Büro Hanns-Eisler-Str. 2

Und auch an den Vorbereitungsrunden des Festes in der Mühlenkiezrunde nimmt mindestens ein Mitglied des Mieterbeirats teil. Wir freuen uns über jeden Anwohner, der uns dabei unterstützen möchte, die nächsten Termine sind

10. Mai,  14. Juni, 12. Juli   jeweils ab 18 Uhr im Quartierspavillon (Thomas-Mann-Str. 37)

Die Bilder erhalten Sie selbstverständlich zurück, sie werden eingescannt und digital so weit aufbereitet, dass man größere Ausdrucke in der Ausstellung zeigen kann.

Bürger_innenkonferenz

Zur geplanten Bebauung an der Greifswalder Str. bzw. Michelangelostr. hatte das Projektbüro Die Raumplaner erneut die Anwohner des Mühlenviertels und des nördlich von der Michelangelostr. gelegenen Wohngebiets eingeladen.

Auch wenn die Bebauungsverdichtung nur ein Teilaspekt des ISEK ist, interessierten sich die meisten Anwohner genau dafür und die aktuellen Planungen. Leider wurden nur die Planungen vorgestellt, die bereits Anfang Juli präsentiert wurden, und so fragte sich manch einer der Anwesenden was das Projektbüro eigentlich in den 2 1/2 Monaten gemacht hat und wofür die Mitarbeiter ihr Geld bekommen (was man wohl annehmen darf).
Ergebnisse oder neue Informationen blieben eine Fehlanzeige, die Enttäuschung führte dazu, dass ich nicht der Einzige war, der bereits nach 1 Stunde die Veranstaltung verließ.

Immerhin hatten die Mitarbeiter von Frau Slapa die „Stärken und Schwächen“ des Gebietes ausgelotet und auch recht realistisch erkannt und dargestellt.
Die im Juli angekündigten Dialoge mit den Anwohnern beschränkten sich – nach der gestrigen Präsentation – auf einen Tag mit Klapptisch im Quartier, einen Kaffeeklatsch mit Senioren und Gespräche mit Jugendlichen.
Na ja, immerhin etwas, auch wenn die grundlegenden Fragen wie z.B. Welche Art von Wohnungen sollen denn gebaut werden? Sozialwohnungen?  nicht beantwortet wurden, weder vom Pankower Stadtrat Kirchner noch von Dr. Lang von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Insofern blieb die „Konferenz“ hinter den Erwartungen zurück, es wurden wiederum Ideen und Vorschläge der Anwohner gesammelt (wie bereits im Juli), und es blieb weiter unklar ob die maroden Schulgebäude saniert werden, die Fußwege endlich ausgebessert oder die Grünanlagen vom Grünflächenamt Pankow besser gepflegt werden sollen.

Kurz gesagt: Die Wahlen sind vorbei, ob Andreas Geisel weiter als Senator für die Stadtplanung und -entwicklung zuständig bleibt ist noch nicht geklärt, und ob Jens-Holger Kirchner weiter in Pankow versucht seine wirren Ideen durchzuboxen ist ebenso unklar. Vielleicht haben wir bald einen Bezirkbürgermeister von den Linken – und dürfen auf seine Ideen gespannt sein, die  nicht unbedingt mit den Ankündigungen vor der Wahl übereinstimmen müssen.

Kiezfest 2016? Fehlanzeige

Noch vor kurzer Zeit waren wir der Meinung, dass wir in diesem Jahr – also zum 40. Jahrestag des Mühlenviertels – mit der Wohnungsbaugesellschaft Gewobag ein Kiezfest organisieren könnten.

Aber Fehlanzeige, kein Interesse der WBG, angeblich keine finanziellen Mittel und es würde sich ja auch keine andere Organisation beteiligen.
Merkwürdig, dass es die Howoge schafft, am Fennpfuhl jährlich ein Fest zu veranstalten, die Gewobag aber lieber mit einem „Kiez Song Contest“ glänzt, als sich um ihre Quartiere zu kümmern.

Nun ja, das Mühlenviertel ist eher ein ungeliebtes Kind, „nur“ 1600 Wohneinheiten, im (ehemaligen) Ostteil der Stadt, übernommen von der KWV (Kommunale Wohnungsverwaltung der DDR), danach WiP (Wohnen im Prenzlauer Berg), und nicht atraktiv genug, um damit Werbung für die Gewobag zu machen.
Dazu gehört die andere Hälfte des Wohngebiets Wohnungsbaugenossenschaften, mit denen man sich den „Ruhm“ teilen müsste.

Schade eigentlich, denn vor 2 Jahren wurde schon einmal ein geplantes Fest mit dem seniorengerechten Wohnhaus Einsteinstr. 4A/4B von der Gewobag gecanceled, mit sehr dubiosen Begründungen.

Fazit: Wird wohl nichts mit einem Kiezfest bei uns, zumindest nicht, wenn wir uns auf unsere Wohnungsbaugesellschaft verlassen.

NACHTRAG: Es hätte sehr gut ein Fest zum 40. Jahrestag des Viertels werden können, fairerweise muss ich allerdings schreiben, dass die Geburtsstunde des Mühlenviertels nicht so genau definiert werden kann.
Bereits in den 1950er Jahren wurden die ersten Wohnhäuser am Pieskower Weg, beginnend an der Storkower Str., gebaut. 1976 – 1978 wurden die vormals vorhandenen Kleingärten, die Anfang der 70er Jahre zum Wohnungsbaugebiet umgewidmet wurden, dann mit den DDR-typischen Hochhäusern (11- und 21-geschossig) ersetzt.
Der Erstbezug erfolgte also über 3 Jahre hinweg. Insofern könnten auch 2017 oder 2018 den 40. Jahrestag darstellen.